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Reputation einer Anwaltskanzlei

Reputation baut sich langsam auf und geht schnell kaputt.
Sie entsteht durch konsistent und jahrelang wiederholte Leistungen aller KanzleimitarbeiterInnen am Telefon, online, auf öffentlichen Bühnen und in Vier-Augen-Gesprächen.

Der “gute Ruf” einer Kanzlei tritt ein im Moment der öffentlichen, positiven Wahrnehmung durch Nicht-Mandanten.

Welche Vorgehensweisen führen zu einer guten Reputation einer Anwaltskanzlei?

Der “gute Ruf” einer Kanzlei tritt ein im Moment der öffentlichen, positiven Wahrnehmung durch Nicht-Mandanten.
Reputation entsteht durch Wiederholungen von Erfolgen, durch beharrliche Mandanteninformationen vor und nach Mandaten, durch Online-Sichtbarkeit, durch kontinuierlich hohe Qualität der Alltagsarbeit und durch konstant nützliche, öffentliche Auftritte.

Eine gute Markt-Reputation einer Kanzlei entsteht durch

  • den unbedingten Willen aller Beteiligten, sie zu erreichenen
  • regelmäßiges Wiederholen gleichartiger Erfolge
  • beharrliche Mandanteninformationen vor und nach Mandaten
  • auffallende Online-Sichtbarkeit
  • kontinuierlich hohe Qualität der Mandatsarbeit
  • konstant nützliche, öffentliche Auftritte
  • eine ungewöhnliche Servicebereitschaft aller KanzleimitarbeiterInnen

Notwendig sind vor allem:

  • Konstanz über Jahre
    Reputation ist ein langfristiges Gut. Eine einzelne erfolgreiche Angelegenheit kann Aufmerksamkeit erzeugen; ein dauerhaft guter Ruf entsteht erst durch wiederholt verlässliche Leistungen.
  • Fachliche Kompetenz
    Die Kanzlei muss in ihren Rechtsgebieten nachweislich gute Arbeit leisten. Spezialisierung, fundierte Rechtskenntnisse, gute Schriftsätze und überzeugende Beratung schaffen Vertrauen.
  • Erfolgreiche Mandatsarbeit
    Gute Ergebnisse und eine konsequente Interessenvertretung sind zentral. Dabei sollte eine Kanzlei nicht nur auf spektakuläre Prozesserfolge setzen, sondern auch zeigen, dass sie wirtschaftlich sinnvolle Lösungen findet.
  • Mandantenorientierung
    Mandanten bewerten nicht allein das Ergebnis. Erreichbarkeit, verständliche Kommunikation, Transparenz über Kosten und eine realistische Einschätzung der Erfolgsaussichten prägen die Wahrnehmung der Kanzlei stark.
  • Seriosität und Integrität
    Eine Kanzlei muss ihre Versprechen einhalten und auch von aussichtslosen oder unnötig teuren Maßnahmen abraten. Gerade im Rechtsbereich ist Glaubwürdigkeit ein besonders wichtiger Bestandteil der Reputation.
  • Sichtbarkeit und Expertise
    Fachaufsätze, Vorträge, Interviews, Fachveranstaltungen oder qualifizierte Beiträge in beruflichen Netzwerken können zeigen, dass die Anwälte auf ihrem Gebiet kompetent und auf dem aktuellen Stand sind.
  • Empfehlungen und Netzwerke
    Zufriedene Mandanten, andere Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Unternehmen können zu wichtigen Empfehlungsgebern werden. Ein guter Ruf verbreitet sich häufig über persönliche Empfehlungen.
  • Online-Reputation
    Eine professionelle Website, aktuelle Fachinformationen und seriöse Bewertungen können den ersten Eindruck prägen. Wichtig ist, dass die Außendarstellung mit der tatsächlichen Qualität der Kanzlei übereinstimmt.

Eine stabile Markt-Reputation einer Kanzlei entsteht durch

  • den unbedingten Willen aller Beteiligten, sie zu erreichen
  • regelmäßiges Wiederholen gleichartiger Erfolge
  • beharrliche Mandanteninformationen vor und nach Mandaten
  • auffallende Online-Sichtbarkeit
  • kontinuierlich hohe Qualität der Mandatsarbeit
  • konstant nützliche, öffentliche Auftritte
  • eine ungewöhnliche Servicebereitschaft aller KanzleimitarbeiterInnen

Was ist Reputation?

Reputation ist das öffentlich wahrgenommene Ansehen eines Unternehmens oder einer Einzelperson.
Es baut sich über lange Zeit durch wiederholte, gleichartige Marktimpulse und Taten auf und kann in Sekundenschnelle ruiniert werden.

  • Der Börsen-Guru Warren Buffett bringt es auf den Punkt: “It takes 20 years to build a reputation and five minutes to ruin it.”

Unterschied zwischen Image und Reputation
Gerade weil die beiden Begriffe gern gleichgesetzt werden, hier der Unterschied:
Während Image durch einen momentanen, oft durch Werbung gemachten Impuls entsteht, ist Reputation eine verlässliche und langfristig stabile Aussage über die immer wiederkehrende Qualität einer (Dienst-) Leistung.

Woher kommt der “gute Ruf einer Kanzlei”?

Von nichts kommt nichts.
Der „gute Ruf“ eines Anwalts und seiner Kanzlei ist hart erarbeitet, viel gerühmt und nicht messbar.
Er ist der am häufigsten von Mandanten jeglicher Couleur benannte Grund für den Erstauftrag an einen Anwalt.

Besonderheit anwaltlicher Produkte
Das anwaltliche Produkt ist nicht anfassbar und hoch erklärungsbedürftig.
Es kann weder vor Verwendung auf Wirksamkeit getestet noch bei Nichtgefallen zurück gegeben werden.
Im Gegenteil: Es muss erfolgsunabhängig bezahlt werden.
Damit ist das anwaltliche Produkt ungefähr das Gegenteil eines Kühlschranks.

  • Der Aufbau einer stabilen Reputation benötigt daher besonders viel Zeit, Geduld und Konsistenz (vielfache Wiederholung derselben Maßnahmen).

Reputation gilt als unberechenbar, widersprüchlich und subjektiv

Auch die Reputation einer Kanzlei gilt als unberechenbar und subjektiv, da sie nicht durch harte Fakten sondern durch weiche Faktoren definiert ist.
Sie ist eng mit der Persönlichkeit der handelnden Anwälte verknüpft und wird darüber hinaus von Anwälten und Mandanten entgegengesetzt definiert:

  • Anwälte empfinden ihre nachgewiesen hervorragende Kenntnis der Juristerei als Basis für ihre Reputation.
  • Mandanten dagegen begründen ihre Erstentscheidung für einen Anwalt durch dessen „guten Ruf“, ohne jemals selbst von der Sachkunde des Anwalts profitiert zu haben.

Die Rolle der Reputation für den Kanzleiumsatz

„70 % der Werte einer Organisation  sind immateriell und verdanken sich der Reputation“ (Charles Fombrum 1996), und 22 % des Umsatzes von zehn untersuchten DAX-Unternehmen hingen von deren Reputation ab (sagen Biesalski & Company Managementberatung 2012).

  • Wo immer eine Leistung oder ein Produkt mangels berechenbarer Zahlen unzureichend bewertet werden können, ist Reputation besonders wichtig.
  • Das schließt jenen „guten Ruf“ ein, der durch Online Auftritte, insbesondere durch Bewertungen von Mandanten, entsteht und über den der noch unbekannte Sucher Kenntnis erhält.

 

Folge und Sinn des „guten Rufs“ ist die Weiterempfehlung.
Damit relevante Marktsegmente positive Reputationssignale empfangen, „speichern“ und weiter geben können, müssen diese „stetig gesendet werden, konsistent und widerspruchsfrei sein und … möglichst alle in die gleiche positive Richtung weisen“, schreibt RA Prof. Dr. Hommerich 2006.

Sieben Faktoren für die Reputation einer Anwaltskanzlei

Eine Anwaltskanzlei baut ihre Reputation vor allem durch fachliche Qualität, Verlässlichkeit und Vertrauen auf. Dabei entsteht ein guter Ruf selten durch einzelne Marketingmaßnahmen, sondern durch die Summe vieler Erfahrungen von Mandanten, Gerichten, Geschäftspartnern und anderen Anwälten.

Wichtige Faktoren sind:

  1. Fachliche Kompetenz
    Die Kanzlei muss in ihren Rechtsgebieten nachweislich gute Arbeit leisten. Spezialisierung, fundierte Rechtskenntnisse, gute Schriftsätze und überzeugende Beratung schaffen Vertrauen.
  1. Erfolgreiche Mandatsarbeit
    Gute Ergebnisse und eine konsequente Interessenvertretung sind zentral. Dabei sollte eine Kanzlei nicht nur auf spektakuläre Prozesserfolge setzen, sondern auch zeigen, dass sie wirtschaftlich sinnvolle Lösungen findet.
  1. Mandantenorientierung
    Mandanten bewerten nicht allein das Ergebnis. Erreichbarkeit, verständliche Kommunikation, Transparenz über Kosten und eine realistische Einschätzung der Erfolgsaussichten prägen die Wahrnehmung der Kanzlei stark.
  1. Seriosität und Integrität
    Eine Kanzlei muss ihre Versprechen einhalten und auch von aussichtslosen oder unnötig teuren Maßnahmen abraten. Gerade im Rechtsbereich ist Glaubwürdigkeit ein besonders wichtiger Bestandteil der Reputation.
    1. Sichtbarkeit und Expertise
      Fachaufsätze, Vorträge, Interviews, Fachveranstaltungen oder qualifizierte Beiträge in beruflichen Netzwerken können zeigen, dass die Anwälte auf ihrem Gebiet kompetent und auf dem aktuellen Stand sind.

    1. Empfehlungen und Netzwerke
      Zufriedene Mandanten, andere Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Unternehmen können zu wichtigen Empfehlungsgebern werden. Ein guter Ruf verbreitet sich häufig über persönliche Empfehlungen.
      1. Online-Reputation
        Eine professionelle Website, aktuelle Fachinformationen und seriöse Bewertungen können den ersten Eindruck prägen. Wichtig ist, dass die Außendarstellung mit der tatsächlichen Qualität der Kanzlei übereinstimmt.

  1. Seriosität und Integrität
    Eine Kanzlei muss ihre Versprechen einhalten und auch von aussichtslosen oder unnötig teuren Maßnahmen abraten. Gerade im Rechtsbereich ist Glaubwürdigkeit ein besonders wichtiger Bestandteil der Reputation.
        1. Konstanz über Jahre
          Reputation ist ein langfristiges Gut. Eine einzelne erfolgreiche Angelegenheit kann Aufmerksamkeit erzeugen; ein dauerhaft guter Ruf entsteht erst durch wiederholt verlässliche Leistungen.

        Kurz gesagt: Eine starke Anwaltskanzlei versucht nicht primär, „bekannt“ zu werden, sondern als kompetent, zuverlässig, integer und mandantenorientiert wahrgenommen zu werden. Sichtbarkeit verstärkt diese Eigenschaften – sie kann fehlende Qualität aber langfristig nicht ersetzen.

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