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Kanzleischulung Verhandlung

Argumente müssen ausgehebelt, Interessen durchgesetzt, Mitarbeiter motiviert, Richter ins Boot genommen, gegnerische Meinungen flexibilisiert, Zeugen hinterfragt, zukünftige Mandanten fasziniert und eigene Mandanten überzeugt werden.

Anwälte haben Verhandlungen nicht gelernt.

14 typische Verhandlungsfehler von Anwälten:

  • Vorbereitung: Anwälte bereiten ihren Mandanten nicht konkret genug vor. Sie beziehen ihn nicht ein in ihre Taktik.
  • Business-Knigge: Anwälte preschen vor, begrüßen in falscher Reihenfolge und stellen sich selbst nicht vor.
  • Einstieg: Anwälte steigen ohne Small Talk und Warm-up in die Sache ein. Sie klingen dann positionell und sorgen dadurch für Streit.
  • Sprache: Anwälte reden zu viel und fragen zu wenig. Sie haben (bzw. beweisen) kein Gespür für den Gegner.
  • Non-Sprachen: Anwälte nutzen die Körpersprachen ihrer Gegner nicht; sie müssten Teile davon ins eigene Repertoire übernehmen.
  • Position vs. Interesse: Anwälte verhandeln positionell. Sie fragen: WAS? und: WIEVIEL? und eben nicht: WOZU?
  • Einwände: Anwälte fürchten Einwände und reagieren aggressiv, unterwürfig, sarkastisch oder gar nicht, statt Einwände zu nutzen.
  • Vor Gericht: Anwälte verärgern den Richter und ernten dadurch Schwierigkeiten.
  • Honorar-Information: Anwälte wirken unwirsch, unklar und unsicher bei dem Thema. Sie scheuen glasklare Zahlen, Fakten und Regeln. Meist aus unbegründeter Furcht, Mandanten zu verlieren.
  • Mandantengespräch: Anwälte haben im Erstgespräch keine Struktur, brauchen viel zu lange und reden unverständlich.
  • Mitarbeiterführung: Anwälte fürchten Hierarchien, gründen daher „Ausschüsse“, entscheiden nichts und nennen das „flache Hierarchien“. Auch die Assistentin erhält keine klaren Anweisungen.
  • Assistentin: Die Assistentin ist nicht in das Akquiseteam integriert, dabei ist sie deren Zentrum.Assistentinnen werden nicht geführt.
  • Vortrag: Anwälte sprechen nur VOR, nicht FÜR Publikum. Keine Bilder, Beispiele, zu lange Sätze, nix Konkretes. Zu wenig Dialog im Monolog. Grauenhafte oder keine Visualisierungen.
  • Akquise-Gespräche: Leistungspräsentation zu ruppig, zu schüchtern, zu ungenau.
  • Small Talk: Zu wenig, zu ungeschickt. Tödlich: Anwaltsgruppen ohne einen Gast oder Gästegruppen ohne einen Anwalt bei Inhouse-Events.

Die drei größten anwaltlichen Fehler bei Verhandlungen

  • Anwälte reden zu viel und fragen zu wenig.
  • Sie benennen sofort ihre eigenen Forderungen statt ihre Argumente auf den Interessen ihrer Gegner aufzubauen.
  • Und sie fürchten Einwände, statt sie zu nutzen.

Seminarziel

In diesem Seminar lernen / verbessern Sie,

  • durch mediative Elemente Forderungen durchzusetzen,
  • Interesse-geleitet zu verhandeln, ohne Ihren Verhandlungspartner zu brüskieren
  • Ihren Mandanten auf Ihre Verhandlung vorzubereiten
  • Honorarforderungen, Überzeugungen und Taktiken durchzusetzen
  • Mitarbeiter zu motivieren, zu kritisieren und zu führen
  • in der Sache „hart“ und gleichzeitig zu den Personen „weich“ zu sein
  • „Nein-Sager“ zu bewegen, Blockaden aufzulösen
  • in Konfliktfällen auf “schwierige” Partner einzugehen
  • Killerphrasen zu neutralisieren, Einwände zu nutzen und Widerstände zu flexibilisieren

Programm

Grundregeln der Kommunikation

  • Psychologie der Verhandlungssituation
  • Fünf Grundpositionen des Verhandelns
  • Gewinner / Verlierer – Strategien
  •  “win-win” – Strategien
  • Machos und Softies in der Verhandlung
  • Das Interesse von der Position trennen lernen

Vorbereitung der Verhandlung

  • Vorbereitung des Mandanten auf die Verhandlung
  • Verhandlungsziele definieren und mehrere alternative Wege dorthin feststellen
  • eigene und fremde Denkmuster durchschauen
  • eigene / fremde Interessen bewusst machen und von jeweiligen Positionen trennen
  • Verhandlungsstile erkennen und flexibel einsetzen
  • Verhandlungsziele definieren und “Plan B” einrichten
  • Die zehn Schritte einer gelungenen Verhandlung

Gesprächsführung für die Verhandlung

  • Paraphrasen, Ich-Botschaften, aktives Zuhören als ” Türöffner “
  • Fragetechniken für das Verhandlungsgespräch
  • Die “Strategie 102” und andere Verhandlungstricks
  • Strategien, das “nein” zu entkräften
  • Einwände behandeln, Widerstände verringern, Killerphrasen versachlichen
  • Keine Rechtfertigung ohne Not!
  • Durchsetzung versus Kooperation? Strategien für den Ernstfall
  • Von der Position zum Interesse fragen

Kontaktaufnahme zu schwierigen Gesprächspartnern

  • Meinungsverschiedenheiten bedeuten Beteiligung
  • Wie stelle ich mich auf meinen Verhandlungspartner ein?
  • Die fünf Sinneskanäle und die Sprache
  • Sprache und Körpersprache des anderen nutzen
  • Die Wahrnehmungsfilter des Gesprächspartners erkennen und nutzen.
  • Seine Denkgewohnheiten erkennen und (be-) nutzen

Weitere Angebote:

Kanzleischulung “Verhandlung”

Tipps, Tricks und Training für das Gewinnen in Verhandlunngen

Kosten:

2400 Euro + MWSt. + Reise + Übernachtung
Sonderpreise für dazu gebuchte Kanzleivorträge am Vorabend.

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