Warum eine Kanzleistrategie wichtig ist
Alle Wege ohne Ziel sind beliebig.
Eine Strategie legt den Weg zum definierten Ziel einer Kanzlei fest.
Alle Wege ohne Ziel sind beliebig.
Eine Strategie legt den Weg zum definierten Ziel einer Kanzlei fest.
10 Fragen und Antworten über eine sinnvolle Strategiearbeit in Ihrer Kanzlei:
Seit 2013 (Legal Tech kam nach Deutschland) war der Rechtsmarkt nie wieder so unruhig wie jetzt.
KI wirbelt alles durcheinander.
Und – wie damals – müssen sich Kanzleien zu Ruhe mit sich selbst und angepasster Kanzleistrategie zwingen.
Vorteile einer von oben eingesetzten (“top-down”) und für alle Mitarbeitenden verbindlich festgelegte Kanzleistrategie sind im Alltag einer Kanzlei für alle und in allen Abteilungen sichtbar, hörbar und fühlbar.
Diese Klarheit motiviert zu Eigeninitiative und stärkt den Teamgeist.
Wer weiß, was er konkret erreichen muss,
Marketing ist schnell entschieden und wird schnell erfolgreich, wenn die Kanzleistrategie feststeht.
In großen Kanzlei legen die Businesspartner (business development und HR) sofort los, in kleineren die Anwälte selbst.
Wer weiß, was und wen er nach außen konkret erreichen muss,
Weiter lesen: Eine mittelständische Kanzlei entwickelt eine Akquisestrategie (Bericht)
In Kanzleien gibt es unter Entscheidern immer Streit über Ziele und Strategien.
Der Streit ist besonders schwer aufzulösen, wenn ihm ein Konflikt zugrunde liegt.
Einige Beispiele:
Sie legen eine Kanzleistratrategie in einem extern moderierten Workshop fest.
Das gelingt erst, wenn das Marktziel feststeht.
in Konzept allein reicht nicht – es braucht einen klaren Prozess:
Eine Kanzleistrategie muss nicht komplex sein. Entscheidend ist, dass sie gemeinsam entsteht – in einem strukturierten Workshop oder einer moderierten Diskussion.
Viele Kanzleien starten klein: mit einer Strategieklausur, einem klaren Zielbild und priorisierten Maßnahmen. Schritt für Schritt entsteht so eine lebendige Strategie.
Häufige Einwände – und warum sie nicht tragen
„Wir haben keine Zeit für Strategie.“
Genau das ist das deutlichste Zeichen, dass Strategie fehlt.
„Das brauchen nur große Sozietäten.“
Im Gegenteil. Gerade kleine und mittlere Kanzleien profitieren enorm von klarer Ausrichtung.
„Das entwickelt sich schon irgendwie.“
Auch das ist eine Entscheidung – nur keine bewusste.
Strategie bedeutet, aktiv die Zukunft zu gestalten statt sie anderen zu überlassen.
Strategiearbeit gibt Streit
Tipp: Engagieren Sie einen spezialisierten Business Coach.
“Kannibalisierung ohne Not” tritt ein, wenn ein Anwalt genau das macht, was schon sein Mitbewerber macht.
Als Nische bezeichnet man dagegen
Entscheiden Sie einen USP (“unique selling proposition” = Alleinstellung am Markt) und richten Sie ihn ein. Der bringt völlig unbekannte Mandanten in Ihre Kanzlei, wenn Sie Ihre Besonderheit geschickt (online) bewerben.
Nur selten (Ausnahme: Markt- und Versorgungsücken, s.o.) gelingt das durch ein Rechtsgebiet. Marktrelevante USP gelingen durch Inhalte (30 verständlich und knapp geschriebene, kostenlose Rechtstipps auf Ihrer Webseite), Arbeitsweisen (Assistentin macht alle Organisationsaufgaben incl. Terminsvergabe, Vollmachtbeschaffung und Datenerfassung), Personal (Wir haben einen Bauingenieur in unsere Sozietät eingebunden) und Service (feste Rückrufzeiten eingerichtet, eine eigene KI trainiert, die die Rechnungen günstiger macht).
Im umkämpften Markt haben sich Anwälte zu entscheiden zwischen Auffallen und Rausfallen.
Auffallen, aus dem Wettbewerb herausragen, andere elegant übertrumpfen und „sich einen Namen machen“ ist in umkämpften Anwalts-Segmenten wie dem Familienrecht noch wichtiger als in spektakulär klingenden Nischendisziplinen wie Wein- Pferde- oder Jagdrecht.
Eine Alleinstellung kann schon gelingen dadurch, dass Sie die „einzige Anwaltskanzlei mit angeschlossenem Kinderspielplatz“ oder der einzige „Anwalt ohne Parkplatzproblem“ in der Stadt sind…
Der USP kann in unterschiedlichen Kategorien gebildet werden.
Alleinstellungsmerkmale sind erfolgreich durch:
Die 9 Kategorien des USP
Alle USP-Kategorien sind – bei geschicktem Marketing – attraktiv für ihre Adressaten:
Preis, Qualität, Branchenfokus, Geographie, Zeitersparnis, Nachhaltigkeit, Neuartigkeit, Einfachheit und Flexibilität.
Ein guter USP sollte dazu zielgruppenorientiert, wirtschaftlich und deutlich anders als Wettbewerb sein sowie klar und präzise formuliert werden, um conversions zu steigern.
Bei äußerlich wahrgenommener Gleichheit des Angebots entscheidet dessen Inszenierung über Sieg und Niederlage. Drei Beispiele:
Und – leider – kein Witz: Viele Kanzleien schaffen eine ausreichende Alleinstellung schon dadurch, dass sie alle Rückrufversprechen einhalten.
Reputation des Anwalts, Anwaltssuche und Austausch mit Mandanten gehen heute (auch unter KI – Einfluss) über die Kanzleiwebseite.
Interessenten müssen nach wie vor Ihre Kanzlei-Webseite mühelos finden (“visibility”), ohne Namen und Ort des Anwalts zu kennen.
Zwei Wege führen derzeit zu online-Akquiseerfolgen:
Wichtig: SEO bleibt also die Basis dafür, in KI Suchmaschinen gefunden, genannt oder sogar mit Quelle (Das ist Ihre Webseite!) zitiert zu werden.
Aufsatz:
Mehr dazu: Die Akquisestarke Kanzleiwebseite
Die legendäre Hierarchiefurcht von Anwälten tritt gern in Tateinheit mit dem Diktum der “Individualität” auf.
Schlimmstes Symptom: Alle AnwältInnen der Kanzlei sind Entscheider.
Das sorgt für extreme Zeitnot, Zielferne, Umsatzeinbrüche, Arbeitsplatzvernichtung und schlechte Laune allerorten.
Aufsatz:
Mehr zu: Die “flache Hierarchien”-Lüge in der Anwaltskanzlei
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36 Jahre Anwaltstraining und Kanzleimarketing. Genießen Sie Neues, Anregendes und Lernbares aus dem Anwaltsalltag.
36 Jahre in Bild und Wort:
Rückblick


Johanna Busmann, Hamburg
36 Jahre Anwaltstraining, Strategieberatung und Kanzleicoaching
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