Ein Mandanten-Event dient der Akquisition
Ein Mandanten-Event ist damit eine A-Aufgbe der Kanzlei.
Delegieren Sie die gesamte Organisation an die Assistenz.
Kanzleipräsentation
Ihr Sommerfest, Ihre Vernissage, Ihre Standorteröffnung, Ihr in-house Vortrag, Ihre Mandantenseminare oder Ihre offizielle Kanzleiübergabe bewirken weit mehr als die Übermittlung von Informationen.
- Es beweist dem Mandanten und allen anderen Gästen, dass nicht nur rechtliche Kompetenzen Vertrauen schaffen.
Mandantenseminare dienen der Akquise
Das „beliebteste Marketinginstrument“ in Anwaltskanzleien war im Jahr 2024 laut Erhebung des PMN das Mandantenseminar.
Anders als im Vorjahr standen 2024 die Ausgaben für Mandantenseminare an der Spitze des Gesamtbudgets für Marketing.
Durch sie werden erfolgreich
- bestehende Mandatsverhältnisse intensiviert
- ehemalige Mandanten an die Kanzlei gebunden
- neue Mandanten gewonnen
- weitere Mandatierungen langfristig vorbereitet
- „Weitertratschquoten“ erhöht
Mandantenveranstaltungen haben unschöne und schöne Gemeinsamkeiten:

Ziel: 30 % Nichtmandanten kommen zu unseren Events.
Wenn Sie das wirklich schaffen, haben Sie eine gute Reputation, eine sehr gute Weiterempfehlung durch Ihre Mandanten und eine hervorragende Einladungspolitik.
Mandantenveranstaltungen sind zu teuer für “Entertainment”
Mandantenveranstaltungen gehören zu den teuersten Akquisemethoden überhaupt.
Wenn Sie die nur zu Cross Selling Zwecken bespielen, ist der Profit zu gering.
- Bringen Sie neue Interessenten in jede Veranstaltung.
Methodik der Veranstaltung:
Diese Mandantenveranstaltungen leben durch
- lebendige Teampräsentation
- verständliche Vorträge
- alltagstaugliche Mandantenseminare
- gut gelauntes Beisammen-Sein, herzliche Gespräche
- gastronomische und bacchantische Extravaganzen
- dialogische Eleganz
Akquise ist das Ziel, nicht der Wunsch.
In-house-Veranstaltungen (natürlich gehören auch solche in Hotels dazu, wenn Sie selbst der Veranstalter sind!) sind reine Geldvernichter, wenn sie nicht oder nicht ausreichend oft die Akquise neuer Mandanten nach sich ziehen.
Ersetzen Sie suboptimale Denk-, Verhaltens- oder Organisationsmuster durch die hier beschriebenen, vielfach erprobten Lösungen.
Gelungene Events setzen straffe Führung voraus.
Alle Mitarbeiter müssen ihre Aufgaben beim Event genau kennen und erfüllen.
Führungsverantwortung in der Kanzlei zahlt sich aus.
Mandanten-Veranstaltungen sind wie private Einladungen!
Small-talk, Business-Knigge und der entschiedene Charme der Gastgeber, gepaart mit taktischer Zurückhaltung bei der Kompetenzpräsentation, sind Ihre unverzichtbaren Helfer.
Service
Ihr Kanzlei-Team macht auf alle Gäste einen servicebereiten Eindruck, Ihre Kanzleiräume werden für unbekannte Reisende zur Heimat – und trainierte Gastgeber-Teams lösen allseits großes intellektuelles und emotionales Wohlbefinden aus.
Folgenreiche Fehler
Häufig bin ich zu Mandanten-Events eingeladen.
Manchmal auch, um nach einem Event-Training während der Veranstaltung den Gastgebern unauffällig Feedback zu geben.
Gerade wenn das Team noch untrainiert ist, lohnt sich der externe Blick.
Diese Fauxpas habe ich erlebt:
Einladung
-
- unklare Zielgruppe,
- unsortierte Einladelisten,
- lückenhafte Kundenkartei,
- Kompetenz- bzw Standortgerangel während der Einladephase,
- 2000 Einladekarten per Post an Unbekannte versenden (landen alle im Müll, wenn das nicht telefonisch angekündigt wird),
- verbindliche Zusagen nicht verlangt,
- keine oder unzuverlässige Bestätigungspolitik der Zusagen,
- klägliche Adressermittlung bzw. -verwaltung neuer Interessenten,
- unzureichende oder fehlende Presse,
- zu wenig Werbung bzw. cold calls im Vorfeld,
- nur derzeitige Mandanten einladen,
- schlecht oder gar nicht designte Einladekarten,
Vortrag
-
- Vortrag zu lang(-weilig) oder zu (wenig) speziell,
- langweiliger Titel,
- kein Nutzen bekannt gegeben,
- Thema nicht aktuell,
- Zielgruppe verfehlt,
- grotesk zugemüllte Folien,
- Volltext des Vortrags fehlt, (Super-GAU: der Volltext des Vortrags ist auf den Folien),
Gastgeber-Rolle
-
- mundfaule bzw. gleichgültig wirkende bzw. zu wenig Gastgeber,
- Gastgeber in Grüppchen ohne Gast(!),
- Anwaltsassistentinnen als Kellnerinnen(!),
- alkoholisierte Anwälte,
- kein bzw. kein herzlicher Empfang,
- Anwälte overdressed,
- keine Anwältinnen während des Events,
- ungefragt Fotos machen bzw. Fotos ungefragt veröffentlichen,
- Senior spielt sich in den Vordergrund,
- small-talk fehlt bzw. kommt zu zaghaft, zu stürmisch oder zu schleimig an,
- Fachgespräche mit bestehenden Mandanten (Dialogfalle)
Organisation
-
- zu wenig Parkplätze,
- schlechte Ausschilderung,
- kein Licht unten im Foyer,
- Fahrstuhl geht nicht,
- zu wenig oder zu schlechtes oder zu kompliziertes Essen,
- taktisch unkluge Veranstaltungszeiten,
- Toiletten nicht frisch,
- Krach von einer Baustelle,
- automatische Heizung (ab 20.30 Uhr kalte Räume),
- Eintrittsgebühren,
- schlechte Technik,
- geniale Rockband vier Stunden lang ohne Applaus vor leerer Tanzfläche bei 150 Gästen,
- ungeeignete Räume
- fehlende oder unlesbare Namenschilder,
- Verstoß gegen Schweigepflicht (Mandanten andere Namensschilder als Nicht-Mandanten),
- fehlende feed-back Systeme am Schluss,
- Materialien der Kanzlei fehlen (Liste nächster Vorträge, Broschüren, Visitenkarten etc),
- regelmäßige Mandantenbefragungen fehlen oder listen nicht die Wirkung dieser Events.