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30 Jahre Vertrauen – Verantwortung – Verwirrung

Wie ist dieses exklusive Vertrauensverhältnis zwischen meinen Kunden und mir eigentlich entstanden?
Genau weiß ich das nicht; man müsste für Details vermutlich meine Kunden befragen.
Schweigepflicht, Marktreputation und „Nähkästchen“-Wissen aus Anwaltskanzleien jeder Größe können nicht alles erklären.

Frau Busmann, wie stellen Sie Vertrauen zu Anwälten her?

Statt große und unkontrollierbare Behauptungen aufzustellen, greife ich – besonders bei großen Fragen – lieber zu kleinen und jederzeit kontrollierbaren Antwortlisten:

  • Ich mag Anwälte, ohne jemals einer zu werden.
  • Ich halte Distanz und produziere Nähe – auch durch diese 1a Schweigepflicht.
  • Ich habe nicht nur Empathie, sondern beweise sie auch.
  • Ich frage, statt zu werten.
  • Anwaltskanzleien sind wie ein Zuhause für mich. Das merken alle.
  • Ich widerspreche Seniorpartnern, die niemanden kennen, der das tut.
  • Zu allen Anfragen sage ich „Nein“, bei denen der Anfrager Geld verlieren würde.
  • Ich protokolliere alle Anamnesegespräche ausführlich.
  • Ich verhandle niemals über mein Honorar.
  • Ich wirke als Coach leise und analytisch, als Speaker gern mal laut und lustig – und ich kann in jeder Situation immer auch anders!

 

Andere, weitere Antworten erhalten Sie bei meinen Kunden, Auftraggebern und Multiplikatoren.

Ich kann nur authentisch weitergeben, worauf ich selbst vertraue.

Entscheidend für meine Philosophie sind drei Säulen – seit drei Jahrzehnten.
Ermittelt 1991 in meiner Coaching-Ausbildung beschreiben sie noch heute die Basis aller meiner Kompetenzen, Vorgehensweisen – und Motivationen.
Alle drei gehören in meinem Leben eng zusammen.

Passion

„Wie man aufwächst, bestimmt zunächst mit, woran man wächst.“

Ich bin immer am Unterricht gewachsen. Ich ging nicht nur mit 7- 10 Jahren täglich furchtbar gern in die Grundschule (ein Lehrer zeitgleich mit 8 Klassen in einem Raum!), sondern blieb dem Lernen bis heute treu.

Gute Lehrer faszinieren mich bereits ein Leben lang.
Und so wurde ich zunächst selbst eine passionierte Wissensvermittlerin für Kinder bis zum Abitur in den Fächern Deutsch und Französisch – und dann durch Fortbildungen eine ebenso erfolgreiche Könnensvermittlerin für Anwälte.

Lernen

„Verwirrung ist das Ende des Gehirnfriedens durch Dazulernen.“

Mein Ausbilder Dr. Roderich Heinze († 1.Nov.2004) steckte uns alle an mit seinem Witz, seiner Wortgewalt und seinen ultrastrengen ethischen Regeln beim Coaching.

„Er war nicht nur der Star unter den zu seiner Zeit berühmten Business-Coaches, sondern er verhielt sich auch nicht so.“
Mein Teil unserer Laudatio auf ihn bricht nicht nur – wie von ihm gelernt – durch Negation die Hörererwartung, sondern begleitet Dankbarkeit und breitestes Grinsen bis heute.

Strategie

„Wirkung folgt auf Tat und Nicht-Tat.“ Skat und Strategie

Mein Interesse an Strategie begann vor der Einschulung. Bei Opas Skatrunden mit den anderen Bauern der Umgebung durfte ich seine gewonnenen Pfennighaufen ordnen und ab und zu seine Karten ausspielen.

Teamplaying im Gegenspiel bringt den Alleinspieler zu Fall, auch bei gutem Blatt.
Auch beim Skat schloss ich mich einer hochkarätigen Lerngruppe an (hier: Scharmützelsee 2013). Zu sechst engagierten wir einen mehrfachen Weltmeister im Skat als Lehrer und lernten: Ohne Strategie geht nix.