Der perfekte Telefonservice in der Anwaltskanzlei
Wenn der Telefonservice nicht funktioniert, kann die Kanzlei einpacken.
Ob er funktioniert, kann nur der Mandant beurteilen
Wenn der Telefonservice nicht funktioniert, kann die Kanzlei einpacken.
Ob er funktioniert, kann nur der Mandant beurteilen
Telefonservice ist im Zentrum des Akquiseteams.
Hier entsteht der zweite Eindruck (nach der Kanzleiwebseite) des Interessenten für diesen Lieferanten.
Stellen Sie Ihren Telefonservice ins Licht!
1. Das Führungsverhalten der Vorgesetzten
En effizienter Telefonservice ist ausgeschlossen, wenn Vorgesetzte ihre Versprechen (besonders Rückrufversprechen) gegenüber dem Mandanten brechen, wenn sie ihm unnötige Zusagen machen (“Der Schriftsatz erreicht Sie Donnerstag”) und besonders, wenn ihre Anweisungen an die Assistenz inkonsistent sind oder gänzlich fehlen.
2. Grundregel der Aufgabenteilung
Der Telefonservice übernimmt alle organisatorischen Aufgaben innerhalb eines Mandats.
Anwälte sind ausschließlich für Rechtliches und Taktisches zuständig.
3. Anweisungen
Je klarer und konsistenter (alle Vorgesetzten verlangen genau das Gleiche) die Anweisungen an den Telefonservice, desto besser kann er sich im Krankheitsfall vertreten und bei und bei Halbtagsjobs ergänzen.
4. Freundlichkeit, Verbindlichkeit und Empathie
Professionelle Telefonannahme: Anrufe freundlich und kompetent entgegennehmen, Kanzlei und Ansprechpartner korrekt nennen, Anliegen des Anrufers schnell erfassen und bestätigen.
5. Grundlagen strategischer Kommunikation
TelefonmitarbeiterInnen können empathisch fragen, Einwände nutzen, Grenzen ziehen, bestätigen, zusammenfassen, mitfühlen, elegant “Nein” sagen – und die Kompetenzen der Anwälte nebenbei erwähnen. Falls nicht: ein Trainingstag reicht.
6. Dringlichkeit erkennen
In einer Kanzlei sind gerichtliche Fristen A-Aufgaben und müssen demnach sofort gelöst werden. Im Hintergrund vieler Mandantenanfragen lauern solche (und andere) Fristen, die dem Anrufer oft unbekannt sind. Durch Fragetechnik ermitteln EmpfangsmitarbeiterInnen, ob eine Frist beachtet werden muss.
7. Rückrufmanagement
An pünktlichen Rückrufen erkennt der Mandant die Servicebereitschaft des Anwalts. In allen Dezernaten ist das Rückrufmanagement gleich geregelt; man erkennt die Kanzlei daran. Wenn Anwälte oft auswärts arbeiten, sind sie besonders angewiesen auf eine perfekte Rückendeckung durch ihr backoffice.
8. Rückruftermine vorbereiten
Sie, Ihre Assistenz und der Mandant sparen viel Energie und Zeit, wenn der Mandant lange vor dem Rückruftermin weiß, was er für diesen Termin vorbereitet haben muss. Geben Sie die Liste notwendiger Maßnahmen an Ihre Assistenz.
9. Mandatsanfragen vorqualifizieren
Bei neuen Interessenten werden grundlegende Informationen aufgenommen: Worum geht es? Frist? Verfahren? Je nach Anweisungen werden unpassende Anrufer an die RAK verwiesen.
10. Kollision prüfen
Sobald der Gegner feststeht und die Anweisungen des Anwalts das vorsehen, prüft die Assistenz mögliche Kollisionen. Das ist auch notwendig beim Cross selling.
11. Besonderheit Empfangstelefonate: Nur Eckdaten müssen festgestellt werden: Name, Gegner, Telefonnummer. Dann sofort ins Dezernat. Wenn – vor allem in großen Kanzleien – mehrere EmpfangsmitarbeiterInnen ans Telefon gehen, sollten sie diese Meldung verwenden:„Kanzlei X – Der Empfang – Guten Morgen!“
Details:
Ein herzlicher, hilfsbereiter und verbindlicher Telefonservice bindet Mandanten über Jahre an die Kanzlei – solange der Anwalt das nicht selbst verhindert.
Der Telefonservice übernimmt alle organisatorischen Aufgaben innerhalb eines Mandats.
Anwälte sind ausschließlich für Rechtliches und Taktisches zuständig.
Organisationsaufgaben der Assistenz innerhalb eines Mandats sind
Je klarer und konsistenter (alle Vorgesetzten verlangen genau das Gleiche) die Anweisungen an den Telefonservice, desto besser kann er sich im Krankheitfall vertreten und bei Halbtagsjobs ergänzen.
Geben Sie genaue Anweisungen und wörtliche Interventionen vor
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Professionelle Telefonannahme: Anrufe freundlich und kompetent entgegennehmen, Kanzlei und Ansprechpartner korrekt nennen, Anliegen des Anrufers schnell erfassen und bestätigen
Kein „Nein“ ohne Lösung
Alle Telefonate Ihres Hauses bieten aus der Sicht des Kunden eine Lösung! Im Kommunikations-Alltag untrainierter Anwaltsassistentinnen sind servicefeindlich wirkende Peinlichkeiten an der Tagesordnung.
Das “Nein” durch eine Lösung ersetzen
Nach demselben Muster wird „Das ist nicht möglich. Der (!) ist bis morgen Mittag außer Haus“ zu: „Rechtsanwalt Dr. Burgner ist bis morgen Mittag auf einem Kongress; deshalb würde ich mir gern Ihre beiden Rückrufnummern notieren, unter denen wir (Falls der Anwalt es nicht schafft, rufe ich selbst an!) Sie bis 18 Uhr zurückrufen können. Ist Ihnen das Recht?“ (Lösung + Kontrollfrage)
TelefonmitarbeiterInnen können empathisch fragen, Einwände nutzen, Grenzen ziehen, bestätigen, zusammenfassen, mitfühlen, elegant “Nein” sagen – und die Kompetenzen der Anwälte nebenbei erwähnen.
Die “Null-Nummer” der Kanzlei wird von nur Interessenten gewählt und klingelt am Empfangstelefon.
In größeren Formationen ist diese Nummer von den Dezernaten getrennt und hat eigene Servicekräfte.
Alle Mandanten haben bereits die Durchwahl zum Sekretariat des eigenen Anwalts, während die Null-Nummer eine der beiden Kontaktmöglichkeiten in Ihrer Kanzleiwebseite ist.
Schnittstelle zum Dezernat
Der Telefonempfang nimmt keine Details des Wunsches auf, sondern leitet so schnell wie möglich in die Dezernate weiter.
Der Telefonempfang ist die erste Schnittstelle zwischen Kanzlei und Mandant.
Telefonmitarbeiterinnen müssen dort Nachnamen, Firma und Rechtsgebiet korrekt ermitteln, notieren und weiterleiten.
In einer Kanzlei sind gerichtliche Fristen A-Aufgaben und müssen demnach sofort gelöst werden.
Im Hintergrund vieler Mandantenanfragen lauern solche (und andere) Fristen, die dem Anrufer oft unbekannt sind.
Durch Fragetechnik ermitteln EmpfangsmitarbeiterInnen, ob eine Frist beachtet werden muss.
In manchen Rechtsgebieten (oder Teilen davon) ist das immer der Fall.
In allen Dezernaten ist das Rückrufmanagement gleich geregelt; man erkennt die Kanzlei daran.
Im Strafrecht und allen anderen Prozessfächern sind die Anwälte oft auswärts und besonders angewiesen auf eine perfekte Rückendeckung durch ihr backoffice.
Feste Rückrufzeiten einrichten
Ihre Assistenz wird durch feste Rückrufzeiten viel Zeit einsparen. Ihre Argumentation wird erheblich erleichtert, und ihre dominante Position gegenüber dem Mandanten wird deutlich gefestigt.
In vielen Kanzleien ist das möglich, nämlich immer dann, wenn der Anwalt
Wenn ein Anwalt nicht erreichbar ist oder sein will:
Sie, Ihre Assistenz und der Mandant sparen viel Energie und Zeit, wenn der Mandant lange vor dem Rückruftermin weiß, was er für diesen Termin vorbereitet haben muss.
Geben Sie die Liste notwendiger Maßnahmen an Ihre Assistenz.
Sie leitet alles mit der Terminsbestätigung weiter:
Bei neuen Interessenten können grundlegende Informationen aufgenommen werden:
Wichtig: Der Telefonservice sollte keine unzulässige Rechtsberatung leisten oder dem Anrufer eine Erfolgseinschätzung geben.
Je nach den Vorgaben der Kanzlei können vorvertraglich Anforderungen an den Mandanten vermittelt werden:
Ihre Assistentin verwendet eine absolut verbindliche Servicesprache.
Jedes Telefonat ist erst gut, wenn der Mandant zufrieden ist.
Hier einige alltägliche Service-Formulierungen, die ihr den Telefonservice erleichtern:
Anfragen häufen sich, in denen Ihre Assistentin am Telefon gefragt wird: „Ich möchte mich scheiden lassen; wie teuer ist das bei Ihnen?“
Bewährt haben sich zwei Antworten:
1. Honorar generell: „Ich habe die Anweisung, über anwaltliche Honorare nicht zu informieren. In allen Fällen gibt nur der Anwalt darüber Auskunft und das wird er auch erst tun, nachdem er die Akte eingesehen hat. Alles andere wäre unseriös.“
Der Hinweis auf die Anweisung und auf die „fehlende Seriosität“ wird weitere Nachfragen an die Assistentin ganz ohne Drama verhindern helfen.
2. Erstberatung: Es gibt nur eine Honorarinformation, die bei Bedarf schon im telefonischen Empfang ausgesprochen werden sollte: „Sie müssen doch wissen, was ein erstes Gespräch kostet!“ In der Situation hat sich vielfach bewährt: „Da haben Sie Recht. Bei einigen wenigen unserer Mandanten (Perspektivwechsel!) hat ein einziges Gespräch ausgereicht, und das kostet maximal 190 Euro + MWSt.“
Verbesserungspotenziale in Standardsituationen des Telefonempfang finden sich auch bei geübten EmpfangsassistentInnen.
Wenn – vor allem in großen Kanzleien – mehrere Empfangsmitarbeiter ans Telefon gehen, sollten sie diese Meldung verwenden:„Kanzlei X – Der Empfang – Guten Morgen!“
Wenn der Anrufer unbekannt ist:
Goldene Regel: Der Empfang „beheimatet“ jeden Anrufer.
Wenn der Mandant bekannt ist:
Der Ton ist viel herzlicher, evtl. „hallo“ (wenn er das auch sagt), sonst seinen Gruß erwidern und
Wenn der Anwalt nicht da ist:
Beispieltelefonat in 5 Schritten, Empfang zur Anruferin.
“Klare Ansagen von Begrüßung bis Durchstellen”
Wie der Telefonservice zum Erfolgsfaktor für die anwaltliche Akquise wird”
LTO
2400 Euro + MWSt. + Reise + Übernachtung
Sonderpreise für dazu gebuchte Kanzleivorträge am Vorabend.
Flipchart + funktionierende Filzstifte
Tische in U-Form b. mehr als 6 Personen
Namensschilder drauf
Tisch mit 4 Stühlen vorn
Keine Technik
Leise Umgebung
Mittagessen ins Haus holen
Seminar- und Pausenzeiten schriftlich mitteilen
Briefing unverzichtbar
Fragebögen zum Download
Bitte von allen Teilnehmern ausfüllen lassen, auswerten und mir das Ergebnis bis zwei Wochen vor dem Seminar mailen.
Daraus entsteht das maßgescheiderte Programm.
Alle Themen
Mitarbeiterführung
Telefonservice
Akquise
Schwieriger Mandant
Kanzleikultur.Schlendrian
36 Jahre Anwaltstraining und Kanzleimarketing. Genießen Sie Neues, Anregendes und Lernbares aus dem Anwaltsalltag.
36 Jahre in Bild und Wort:
Rückblick


Johanna Busmann, Hamburg
36 Jahre Anwaltstraining, Strategieberatung und Kanzleicoaching
Wenn der Telefonservice nicht funktioniert, kann die Kanzlei einpacken.
Ob er funktioniert, kann nur der Mandant beurteilen.
Meine Erfahrung
Ich habe (Stand Juli 2022) in-house etwa 7000 Anwaltsassistentinnen für diesen komplexen Job trainiert.
Öffentliche Telefontrainings kommen dazu.
Hinweis:
Das Telefontraining der Dezernatsassistentin weist erhebliche Unterschiede zum Empfangstraining auf; die Aufgaben sind eben sehr unterschiedlich.
Vergleichen Sie selbst:
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