Reputationsaufbau in Kanzleien – 10 Gebote
1. Optimieren Sie Ihren „track record“:
Ihre Reputation setzt sich zusammen aus der Liste erfolgreich beendeter Mandate bzw. erfolgreich beratener Mandanten („track record“) und Ihrer persönlichen Bekanntheit in Fachkreisen.
2. Bauen Sie auf „Hebelwirkung“
Das Management Ihrer Reputation setzt Effizienz voraus: Wer einmal einen Vortrag in allen Details ausgearbeitet hat, kann sein Spezialwissen 5x wieder verwerten: in Fach-Aufsätzen, in Ihrem newsletter, in einem Podcast, in Ihren Blogs und als Beitrag in einem Buch.
3. Fokussieren Sie
Ohne persönliche Reputation gibt es langfristig keinen Erfolg. Die Entwicklung eines nachhaltigen „track record“ zeigt der Öffentlichkeit die innere Stringenz Ihrer Mandate. Berichten Sie immer wieder darüber. Fokussieren Sie: immer dasselbe Thema in unterschiedlicher Form.
4. Arbeiten Sie hart.
Die persönliche Reputation ist eine Mischung aus harter Arbeit und anfangs schmerzhafter Fokussierung. Lohnende Mandanten und mandate entstehen durch Ihre Bekanntheit. Nicht andersherum. Halten Sie Vorträge bei passenden Branchenforen und bei den Lieferanten des eigentlichen Ziels (Radiusakquise).
5. Betreiben Sie Radiusarbeit.
Der eigentlich angestrebte Unternehmer-Mandant wählt seinen externen Anwalt entweder nach Empfehlungen vertrauter Partner – oder er folgt der Wahrnehmung seiner peergroups: Fachzeitschriften, Vortragsveranstalter und JUVE – Rankings befördern weiter die Reputation einzelner Anwälte.
6. The „early mover advantage“
Der frühe Vogel fängt den Wurm. „Je früher ein Anbieter auf einem neuen Markt präsent ist, desto erfolgreicher wird er sein.“ Wer noch im Jahr der EU Erweiterung die steuerrechtlichen Eckpunkte für Investitionen in acht neuen osteuropäischen EU-Ländern in einem modulhaften Nachschlagewerk erläutert, hat ihn auch.
7. Wählen Sie die für Sie passende Kanzlei.
Ihre persönliche Reputation hängt anfangs ab von Sprungbrettmandaten. Wenden Sie sich deshalb entweder an eine Kanzlei, deren Rechtsgebiets-Lücke Sie zu Ihrem Schwerpunkt machen (Kanzlei ist früher entschieden als Schwerpunkt) oder an eine, die Ihr bereits fest stehendes Spezialgebiet noch nicht anbietet (Schwerpunkt ist früher entschieden als Kanzlei).
8. Sprungbrettmandate bringen Reputation.
Von nix kommt nix. Ihre ersten Jahre als Anwalt sind hart, kompliziert und arbeitsintensiv. Persönliche Reputation (und der praktische Teil des Fachanwaltstitels) hängen anfangs ab von Sprungbrettmandaten. Wenden Sie sich deshalb an eine Kanzlei, deren Rechtsgebiets-Lücke Sie zu Ihrem Schwerpunkt machen (Einsteiger-Kanzlei ist früher entschieden als Ihr Schwerpunkt) oder die Ihr bereits fest stehendes Spezialgebiet noch nicht anbietet (Ihr Schwerpunkt ist früher entschieden als Kanzlei).
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