10 Konsequenzen für Ihre Kampagnen[1]:
Hieraus folgt für Sie, falls Sie sich zu einer AdWords-Kampagne entscheiden sollten, der unbedingte Rat, Ihr Angebot und dessen Interessenten besonders in einer bezahlten Anzeige engstens zu fokussieren.
Keine Angst, dass dann nicht „alle“ Sucher drauf klicken. Mit „allen“ können Sie eh nichts anfangen. Weitere Tipps:
Wer genau ist Ihr zukünftiger Mandant? Ist er im Internet aktiv? Welche Suchwörter und Wortkombinationen gibt er ein, um Ihre Leistung zu finden, ohne Sie zu kennen? Die Antworten darauf müssen Sie präzise wissen, bevor Sie überhaupt daran denken, für eine online Kampagne zu bezahlen. Interessant: Exakt dieselben Fragen machen nicht bezahlte Online-Kampagnen effektiv.
Glauben Sie dem Mandantenbedarf. Es ist irrelevant, was Sie über den Mandantenbedarf denken, es sei denn, der Mandant denkt genauso.
Sucher, die schon entschieden haben, dass sie rechtliche Hilfe benötigen, geben gewöhnlich die Long-Tail-Suche[2] ein, Sucher, die sich „nur mal so“ informieren möchten, geben das Keyword (+ evtl. Ort, Rechtsanwalt, Fachanwalt) ein. Einzelbegriffe sind teurer und bringen weniger reale Anfragen.
Entwickeln Sie Keywords, Wortgruppen und Synonyme für Hauptkeywords nach dem Bedarf bzw. Suchbegriff, den der Zielmandant in die Suchmaschine eingeben wird. Gefährlich: Anwälte neigen leider dazu anzugeben, was sie alles haben („Wir machen Arbeitsrecht auf Unternehmerseite“) und nicht, was der Nutzer konkret davon hat („Wir begleiten Sie zu Sozialplanverhandlungen mit Ihrem Betriebsrat“).
Fassen Sie also Wörter und Wortgruppen in kleineren Anzeigengruppen zusammen. So entsteht eine Anzeigengruppe Werbung z.B. für das Thema „Arbeitsrecht in Sigmaringen“.
Der Nutzer will schließlich seine Suchbegriffe in der Anzeige wiederfinden.
Kontrollieren und optimieren lassen sich Keywords auch dadurch, dass Google die Suchanfrage des Nutzers in der Anzeige fett hervorhebt. So können Sie sehen, welche Ihrer Keywords besonders attraktiv in einem bestimmten Zeitraum gewesen sind.
Wenn Sie als Werber für „Familienrecht Solingen, spezialisiert auf Unterhaltsberechnungen und Versorgungsausgleich“ auftreten möchten, schließen Sie zunächst Suchwörter wie “kostenlos, gratis, unverbindlich,“ aus. Weiter können Sie nach Belieben einschränken, je nach Ziel: „Anfrage, telefonisch, Anleitung, Checkliste“. Niemand, der diese Wörter eingibt, findet Sie dann.
„Content is king“ – auch hier. Geklickt wird auf den passenden Inhalt, nicht unbedingt auf den ersten Treffer. Umso wichtiger: Möglichst viele spezifizierende Wörter direkt in den sichtbaren Teil der Anzeige packen. Ein Platz unter den ersten 4 Positionen ist völlig ausreichend.
Richten Sie Ihre Werbung auf bestimmte Regionen aus. Das ist z.B. für kleine Kanzleien mit einem Akquiseradius bis 40 km interessant. Diese Zahl entsteht, weil ein Mandant mit einem Fall in einem der klassischen Prozessfächer (z.B. Miet-, Familien-, Arbeits-, Straf-, Arbeits- und privates Baurecht) nachgewiesenermaßen bis zu 40 km fährt, um seinen Anwalt zu besuchen.
Das ist auch für bundesweit akquirierende Boutiquen eine Option, wenn diese einen ursprünglichen regionalen Schwerpunkt aufrechterhalten möchten. Beispiel: Die inzwischen bundesweit (mit Webakte) agierenden Fachanwälte für Medizinrecht Beyerlin[4] (www.fachanwaeltemedizinrecht.de) hatten jahrelang eine Allrounderkanzlei in ihrer Region um Ravensburg. Sie halten nun ihre Vertrauensstellung dort mit Hilfe einer AdWords-Kampagne und acht regionalen landingpages im Medizinrecht. Besonders viele Mandanten im Patientenrecht kommen nun aus der Region zu ihnen.
Ihr Internetauftritt wird nicht in Google gelistet; Sie wollen ihn trotzdem nicht sofort komplett ändern und / oder keine kostspielige SEO einleiten? Kreieren Sie eine Landingpage[5] als Grundlage für Ihre AdWords-Kampagne.
Das ist wie eine neue Garage zu Ihrem alten Haus: Sie sieht aus wie Ihre Webseite, hat Ihr Logo, wenig Inhalt, keine links, eine dominant sichtbare Telefonnummer, Ihre Auszeichnungen, Fachanwaltstitel, Berufserfahrung, Ort, Kontaktformular (durch das Sie neue Adressen von Interessenten gewinnen) sowie insbesondere einen „call-to-action“ Knopf, und der führt direkt zu dem beworbenen Produkt, einem Aufsatz, einem Festpreisangebot oder einer Vortragsreihe.
Der „AdWords Qualitätsfaktor[6]“ legt Mindestgebote fest, unterhalb derer eine Seite gar nicht angezeigt wird. Statt also wahnsinnig viel Geld aufzubringen, um ein Keyword (wieder) ins Rennen zu bringen, erhöhen Sie lieber die Qualität der Anzeige durch Maßnahmen, von denen ich hier nur eine aufzähle:
Bringen Sie auf die Landingpage exakt dasselbe Versprechen, dasselbe Produkt, dieselbe Vortragsreihe oder denselben Aufsatz wie in der Anzeige beworben wird. Das ist dies ein Qualitätssignal.
Geben Sie den Titel Ihrer Kampagne in geschwungene Klammern ein: {Keyword: Kündigung Sigmaringen}.
Sobald jetzt jemand mit nur einem Ihrer Keywords sucht und beispielsweise “Arbeitsrecht Sigmaringen” eingibt, erscheint als blauer Titel der Anzeige in fetter Schrift “Arbeitsrecht Sigmaringen”.
Diese Wiedererkennung des eingegebenen Keywords mit der Anzeige wirkt für den Nutzer extrem interessant.
[1] „10 Tipps“ inspiriert durch und teilweise übernommen aus: http://www.mecksite.de/online-marketing/10-google-adwords-tipps.html
[2] long-tail-Suche = Suche in Wortkombinationen, ganzen Sätzen, Fragen und Synonymen des Hauptkeywords, mehr dazu Seite XXXX
[3] viel mehr zu Keywords auf der Seite XXX
[4] vgl. Sie bitte auch das „best practice“ Beispiel dieser Kanzlei über die Akquisewirkung des Glossars auf Seite xxxx
[5] mehr zu „landingpage“ auf Seite XXX
[6] Genaue und komplexe Ausführungen zum AdWords Qualitätsfaktor entnehmen Sie bitte http://www.sem-deutschland.de/adwords-qualitaetsfaktor-auswirkung/