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Kanzleimarketing mit Google Ads

 

Kanzleien richten eine kostenpflichtige Google-Ads-Kampagne ein, um den Zugriff einer bestimmten Gruppe unbekannter Suche zu sichern und diese unbekannten Sucher auf ihre Webseite zu leiten.
Das macht Sinn, wenn sie auf organischem (= nicht bezahltem) Weg nicht genügend Traffic auf ihre Seite bekommen – oder wenn sie dies befürchten.

Suchen Sie hier Ihr Stichwort:

Was braucht eine gute Kanzleikultur von A – Z?

Einige der Bausteine von A bis Z (Viel mehr weiter unten):

A – Akzeptanz: Wo Kanzleiführung nicht akzeptiert wird, drohen Fluktuation und Krankenstand.
B – Branding: Die Kultur nach außen sichtbar machen und als Alleinstellungsmerkmal im Markt nutzen.
C – Compliance: Einhaltung von Gesetzen, internen Regeln und berufsrechtlichen Pflichten als Selbstverständlichkeit.
D – Digitalisierung: Offenheit für neue Software, papierloses Arbeiten und digitale Kommunikation.
E – Entscheidungsprozesse: Transparente oder klare Wege, wie Entscheidungen in der Kanzlei getroffen werden.
F – Fehlerkultur: Offener Umgang mit Fehlern, um gemeinsam zu lernen, statt Schuldige zu suchen.
G – Governance = Führung : Chefs, die Werte vorleben (“Top-down”-Prinzip), statt nur Anweisungen zu geben.
H – Hierarchie: Flache Strukturen für schnellen Austausch oder klare Abstufungen bei großen Einheiten.
I – Identität: Ein gemeinsames Wir-Gefühl, das alle Mitarbeiter stolz macht, für diese Kanzlei zu arbeiten.
J – Jural Leadership: Spezielle Führungskompetenzen für Anwälte zur Teambetreuung.
K – Kommunikation: Ehrlicher, schneller und konstruktiver Austausch im Team und mit Mandanten.
L – Leitsätze: Formulierte Kanzleifragen, Werte und Ziele, an denen sich das tägliche Handeln orientiert.
M – Mandantenfokus: Den Mandanten und dessen Bedürfnisse in den Mittelpunkt des Handelns stellen.
N – Nachfolgeplanung: Rechtzeitiges Übergeben von Mandaten und Partnerstrukturen an die nächste Generation.
O – Onboarding: Gutes Einbinden neuer Mitarbeiter, damit sie die Kultur vom ersten Tag an erleben.
P – Pro-Aktivität: Die Entscheidung, allen Beschwerden und Bedrohungen zuvor zu kommen
Q – Qualität: Hoher Anspruch an die juristische Arbeit und den Service am Mandanten.
R – Recruiting: Gezielte Suche nach Köpfen, die fachlich und menschlich in das Team passen.
S – Spezialisierung: Klare Ausrichtung auf Rechtsgebiete, die zur Identität der Kanzlei passen.
U – Umfeld: Ein modernes, angenehmes Arbeitsklima und eine ansprechende Kanzlerausstattung.
V – Vielfalt (Diversity): Verschiedene Perspektiven und Hintergründe im Team als Stärke begreifen.
W – Weiterbildung: Regelmäßiges Lernen und juristisches Coaching für alle Berufsgruppen in der Kanzlei.
X – X-Faktor: Das besondere Etwas, das die Kanzlei einzigartig und sympathisch macht.
Y – Youth (Nachwuchsförderung): Junge Talente gezielt fördern und an die Kanzlei binden.
Z – Zeitmanagement: Ein effektives Zeitmanagement beginnt in Kanzleien, BEVOR das Mandat angenommen wurde.

 

 

Details:

Warum Google Ads speziell für Rechtsanwälte?

Google Ads ist für Kanzleien kein gewöhnliches Werbeinstrument. Das Suchvolumen für rechtliche Dienstleistungen ist hoch, aber auch der Klickpreis (CPC) zählt zu den höchsten aller Branchen. Wer ohne Strategie schaltet, verbrennt Budget – wer mit Branchenkenntnis arbeitet, gewinnt qualifizierte Mandanten.

Rechtsanwälte stehen dabei vor spezifischen Herausforderungen:

  • Hoher Wettbewerbsdruck: Für Keywords wie „Anwalt Arbeitsrecht Berlin” bieten Dutzende Kanzleien gleichzeitig.
  • Berufsrechtliche Anforderungen: Werbeaussagen müssen mit dem anwaltlichen Berufsrecht vereinbar sein (§§ 43b, 6 BORA).
  • Lokale vs. überregionale Ausrichtung: Die meisten Mandanten suchen regional – aber nicht alle Rechtsgebiete sind geografisch begrenzt.
  • Qualität vor Quantität: Ein Klick kostet bei juristischen Keywords oft zwischen 10 und 50 Euro. Relevanz ist geschäftskritisch.

OMmatic kennt diese Herausforderungen aus der täglichen Praxis. Wir schalten keine Standardkampagnen – wir bauen Kampagnenarchitekturen, die auf Ihre Rechtsgebiete, Ihren Standort und Ihr Budget zugeschnitten sind.

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Eine Lösung für alle Ihre Ziele

  • Relevantere Leads gewinnen und Anzahl der Conversions steigern

  • Bei Kaufinteressierten präsent sein und die Anzahl der Websitezugriffe sowie Umsätze steigern

  • Kundschaft ins Geschäft bringen und Offlineumsätze steigern

    Ihre Marke mehr Menschen präsentieren

    Auf Ihre Marke aufmerksam machen, um die Reichweite zu erhöhen und Interaktionen zu fördern

  • Ihre App der richtigen Personengruppe präsentieren, um mehr Downloads und Interaktionen zu erzielen

    • Interessierte überall ansprechen

      Durch Automation von Google können Sie im passenden Moment präsent sein und mehr Conversions erzielen – auf YouTube, bei Discover und in der Suche.

       

    • Tracken, analysieren und den ROI optimieren

      Mit Conversion-Tracking erfahren Sie mehr über Ihre Zielgruppen und können mithilfe der automatischen Budgetoptimierung von Google jenes Kundenpotenzial ermitteln, das den höchsten ROI erzielt.

Wozu Google Ads?

Kanzleien richten eine kostenpflichtige „AdWords-Kampagne“ ein, um den Zugriff einer bestimmten Gruppe unbekannter Suche zu sichern und diese unbekannten Sucher auf ihre Webseite zu leiten. Das macht Sinn, wenn sie auf organischem (= nicht bezahltem) Weg nicht genügend Traffic auf ihre Seite oder auf einen Teil davon bekommen – oder wenn sie dies befürchten.

Wie funktioniert das?

Das System funktioniert wie eine Auktion: Wer den höchsten Preis bietet pro Klick auf eine Wortkombination, auf ein Wort oder auf einen Halbsatz, wird bei Eingabe genau dieser Suchkombinationen auf Platz eins der bezahlten Anzeigen auf einer Google Treffer Seite auftauchen.

Weitere Bedingungen sind für diese Platzierung notwendig, die weiter unten beschrieben sind. Details:

 

  • Display:

Bei jeder Google Suchmaschinen-Anfrage wirft die Suchmaschine Treffer aus. Auf der begehrten ersten Treffer-Seite befinden sich oben maximal Regel vier und unter den organischen Treffern in der Regel weitere zwei oder drei bezahlte Treffer[1]

 

  • Kosten:

Das Erstellen der Anzeigen ist zunächst kostenlos, Werbende müssen erst bei einem tatsä

chlichen Klick auf ihre Werbung bezahlen – die Preise dafür legt Google per Gebotsverfahren fest. Sie sind abhängig vom Wettbewerb um die jeweiligen Keywords und vom Traffic sowie von den Suchanfragen, die ein Keyword generiert.

 

  • Qualität:

Das höchste Gebot und der so genannte Quality Score – verschiedene Qualitätskriterien der Website und der Anzeige des Werbenden – spielen eine wichtige Rolle in der Preisgestaltung.

 

  • Ranking:

Ob die bezahlte Anzeige ganz oben, auf Platz 3 oder gar nicht auf der ersten Seite auftaucht, entscheidet ein komplexes System von Google-Algorithmen abhängig von Ihrem Suchwort. Google platziert genau entsprechend Ihrem Suchbegriff das inhaltlich passende Angebot.

 

  • Aufbau:

Der Schriftzug „Anzeige“ identifiziert den Treffer als „bezahlte Werbung“. Links zu Ihrer Seite oder einer Landingpage kosten zusätzlich. Lokal begrenzte Akquisiteure können und müssen den geographischen Radius der Anzeige eingrenzen. Standort- oder Anruf – Informationen, die Anzahl der Followers auf Google+, Bilder oder Kundenbewertungen können ebenso enthalten sein.

 

  • Themen:

Google rules & regulations verbietet Werbung für bestimmte Produkte wie Alkohol oder andere Drogen. Ein großer Katalog gibt Auskunft.

 

  • Erfolgskontrolle:

Viele Kanzleien installieren Google analytics, den kostenlosen Google-Traffic-Messer und ermitteln genau die Besucheranzahl vor und nach dem Einrichten von AdWords. Sie können auch sehen, wie sich die Besucherzahl aus dem in AdWords geschalteten geografischen Bereich entwickelt.

[1] Trifft bei selteneren Suchwortkombinationen wie etwa „Kanzlei Affiliate Marketing“ nicht zu, vermutlich weil einfach keine Kanzlei mit „Affiliate Marketing“ zu werben scheint. Bei dieser Suchwortkombination sind weder oben noch unten bezahlte Anzeigen sichtbar.

Für wen ist das besonders geeignet?

AdWords Kampagnen sind nachweislich eine gute Investition, vorausgesetzt, ihr Betreiber hält ein paar Regeln ein.

Diese Regeln haben es in sich und sind derart komplex, dass keine mir bekannte Kanzlei diesen Schritt ohne professionelle Unterstützung durch SEO Experten[1] wagt.

Kanzleien sind mit dem Ergebnis besonders zufrieden, wenn sie eine AdWords Kampagne

 

  • sofort nach Kanzlei-Neugründung und Veröffentlichung ihrer nagelneuen Webseite geschaltet haben
  • bei besonders hohem Wettbewerbsdruck starten
  • nach einem Relaunch oder einer inhaltlichen Neuorientierung innerhalb ihres alten Akquisitionsradius geschaltet haben und in ihrem Bereich viele Mitbewerber haben – oder fürchten zu bekommen
  • eingerichtet haben, um ein neues Produkt, eine Vortragsreihe, ein neues Rechtsgebiet oder eine neue Spezialisierung an den Markt zu bringen
  • betreiben, weil sie Nachahmer einer Idee fürchten oder sind

[1] Die durch mich in der Webseitengestaltung betreuten Kanzleien arbeiten erfolgreich mit dem SEO-Spezialisten Rechtsanwalt Ralf Zosel aus Saarbrücken zusammen: www.ralfzosel.de

Was macht AdWords attraktiv?

Jede Art der Suchmaschinenoptimierung kann keine sofortigen Effekte haben, die bezahlte Werbung in einer AdWords-Kampagne schon. AdWords gilt als

 

  • schnell: Die Begriffe, die Sie bewerben, sind eine Stunde später für jeden, der danach sucht, sichtbar. Ihre Anzeige in der Suchmaschine ebenfalls. Mit Google AdWords „kann man kurzfristig Top-Positionen erreichen. Hier muss man gegenrechnen, ob Adwords nicht vielleicht günstiger sind als eine langfristige SEO Kampagne[1], deren Erfolg auch immer ungewiss ist. In den meisten Fällen empfiehlt sich eine Kombination aus beidem.“[2]

 

  • auffallend: Maximal vier AdWords-Anzeigen zu jeder vom Sucher eingegebenen Suchkombination stehen, falls vorhanden, ganz oben auf jeder Trefferseite. Sie fallen sofort ins Auge.

 

  • sparsam: Anwälte können, um Geld zu sparen, Google abschalten, wenn sie keinen Traffic erwarten oder wünschen: während der Urlaubszeit, während bestimmter Wochentage und sogar zu bestimmten Uhrzeiten. Wenn Sie also wissen, dass Ihre Zielmandanten zu bestimmten Zeiten gewiss nicht ins Internet schauen, schließen Sie diese Zeiten – und damit auch alle irrelevanten Gewohnheitsklicker – aus.

 

  • kombinierbar: Lassen Sie Ihre Anzeige in inhaltlich passenden Netzwerken als Ergänzung zu dortigen Berichten erscheinen. Solche „Placement-Anzeigen“ werden deutlich weniger geklickt als Anzeigen auf der Google-Trefferliste. Doch jeder, der darauf klickt, hatte ja schon Interesse an dem Artikel und „bleibt im Thema“. Sie haben dadurch eine hohen Werbeeffekt, platzieren Ihre Marke – und bleiben im Gedächtnis. Gleichzeitig sparen Sie erneut Geld.

 

  • effizient: Zielinhaber werden belohnt, Wunschinhaber bestraft[3]: Je enger Sie den Kreis derer ziehen, die die Werbung sehen, desto weniger Besucher gelangen auch auf Ihre Webseite. Kleine Zielregion, eng gefasste Zielgruppe, konkrete Branche etc. – das spart Kosten und erhöht Ihre Effizienz.

 

  • themenzentriert: Aufgrund der eingestellten Keywords und des eingestellten Suchradius ist Ihre Sucher immer thematisch passend und grenzt uninteressante Nutzer vollkommen aus.

 

  • flexibel: AdWords kann jederzeit während der laufenden Kampagne optimiert und angepasst werden.

 

  • erfolgsabhängig bezahlt: Die Kosten werden nach Klicks auf Ihre Anzeige berechnet. Das heißt: Sie zahlen nur bei einem Aufmerksamkeitserfolg. Das Verfahren ist transparent. Sie wissen immer, wie viel Sie ausgeben und wie viele Nutzer auf Ihre Anzeige klicken.

 

  • alarmierend: Wenn Sie viel mehr Klicks als echte Anfragen haben, wissen Sie sofort, woran es liegt: Ihre Landingpage (die Seite, auf die der User beim Klick als erstes kommt) ist nicht attraktiv genug, um zu einer Anfrage zu führen. Sie braucht dringend eine Optimierung.

 

 

[1] SEO (= Search Engine Optimizing) bezeichnet Techniken zur Optimierung der Auffindbarkeit von Webseiten durch Suchmaschinen. Alles, was Ihre Homepage beim Ranking weiter nach vorne bringt, kann helfen: Links von und zu zu anderen Homepages, Keywords, wechselnde Inhalte auf der eigenen Homepage und ca. weitere 200 Kriterien. Engagieren Sie Profis dafür.

[2] Rechtsanwalt Michael Friedmann – www.123recht.net – in einem E-Mail Interview mit der Autorin am 4.8.2012.

[3] Zum Unterschied von Wünschen und Zielen in einer Anwaltskanzlei vgl. im Kapitel „Yes, we Can“ Seite XXX

  • VORSICHT! Es ist nicht so einfach, wie es klingt!Gerade weil die vorherige Passage nach Instant-Werbung für Google klingen könnte, hier kommt die dringend notwendige Vollbremsung:
    • Anwenderfehler

    Self-made-online-Werber fallen gern auf Google’s „Es-ist-alles-ganz-einfach-Mantra“ herein. Sie praktizieren allein durch Anwenderfehler bisweilen eine hemmungs- und nutznutzlose Geldverschwendung, nehmen entgangene Mandantenkontakte in Kauf, vergeuden sehenden Auges Kanzlei-Ressourcen und bewachen ihre Google-Anzeige nicht ausreichend.

     

    • Preiserhöhung

    Google selbst erhöhte 2014 die Preise, ganz besonders für Rechtsanwälte: „In den USA kostet eine Werbeanzeige für die Begriffe „Attorney“ und „Lawyer“ in Google zwischen 42 $ und 47 $ pro Klick und gehört damit zu den teuersten Keyword-Werbeanzeigen überhaupt. Auch in Deutschland liegen die Kosten für Begriffe wie zum Beispiel „Anwalt für Arbeitsrecht“ bei rund 33 € pro Klick. Ein Klick auf eine Kanzlei-Website bringt aber noch lange keinen neuen Mandanten.“ [1]

    [1] Melanie Tamblé: „Erfolgreiches Kanzleimarketing mit Content Marketing und Online-Mitteilungen“, http://www.wordstream.com/articles/most-expensive-keywords, zitiert nach Haufe 26.11.2014: www.professionelles-kanzleimanagement.de

Gesprächskultur
In positiver Gesprächskultur kann jeder offen und angstfrei kritisieren, Meinungen sagen und Vorschläge machen; angegriffene Gesprächskulturen benötigen dazu einen erfahrenen, von allen anerkannten, internen “Ombudsmann” mit einem gewissen Händchen für Menschenführung.
Ein Business-Coach kann bei dessen Arbeitsplatzbeschreibung behilflich sein.

  • Der Ombudsmann wird eine Freistellung für eine bestimmte Stundenzahl in der Woche erhalten und für die Dauer seiner Sonderrolle von Umsatzpflichten teilweise befreit sein.

Gewinnverteilung
Das reine Lockstep-System, in dem die Gewinnverteilung sich ausschließlich nach dem Alter richtet, benachteiligt starke Akquisiteure, junge Wilde und charismatische “Rampensäue” auch dann, wenn diese das Image der Kanzlei erheblich beleben.
Das reine “Eat-what-you-kill” – System fördert Egoismus und behindert Teamarbeit und Cross-Selling.
In beiden Fällen fehlen wesentliche Steuerungselemente, um das Unternehmen ertragreich zu halten.

  • In Kanzleien mit Händlerkulturen ist das Entnahmesystem eine Kombination aus beidem. Das motiviert und wird von den Berufsträgern honoriert.

10 Lieblingsfehler bei Einrichtung und Anwendung von Google Ads

Anwender brauchen von vornherein viel „Arbeit, Erfahrung, logisches Denken und Spaß an Auswertungen von Statistiken, um mit Google Ads wirklich Erfolg zu haben.
Und meistens brauchen Sie Profis, die den ganzen Tag nichts anderes tun als Anwalts-Kampagnen einzurichten.
Die Hauptfehler sind:

  • Ziel nicht definiert. Wer soll ganz konkret durch Ihre Anzeige auf Ihre Webseite kommen?  Eine Zieldefinition ist hier ebenso unverzichtbar wie im echten Leben
  • Budget nicht geplant. Setzen Sie Ihr Budget nicht am Anfang hoch, um zu sehen, „ob es gut geht“. Im Gegenteil: Klein anfangen und langsam wachsen lassen.
  • Zielregion nicht definiert. Google-Anzeigen sind deutschlandweit voreingestellt. Eingrenzen, sonst Kostenfalle.
  • Werbenetzwerke nicht eingeschränkt. Diverse „Werbenetzwerke“ zeigen Ihre Anzeige. Das kostet viel Geld, denn Sucher klicken auf Ihre Anzeige, die mit Ihrem Produkt nichts zu tun haben. Schränken Sie sie ein und erstellen Sie „getrennte Anzeigengruppen“.
  • Keywords zu allgemein. Verwenden Sie Keywords + Wortgruppen + verwandte Wörter + Synonyme, die Ihr angepeilter potenzieller Mandant kennt und eingibt. Satt Arbeitsrecht also: Arbeitsrecht für Unternehmer, Kündigungsschutzklagen, Sozialplan verhandeln
  • Anzeigengruppen zu groß. 2000 voreingestellte Anzeigengruppen helfen bei der Eingrenzung der Anzeigen-Nutzer.
  • Suchen Sie die aus, die Ihre angepeilte Mandantschaft abbildet!
  •  Keyword Optionen fehlen. Sie können und müssen einstellen, ob das Keyword genau passen, weitgehend passen oder zu bestimmten Wortgruppen passen soll. Sonst zahlen Sie unnötig für Klicks von Personen, die lediglich ein allgemeines Interesse an „Arbeitsrecht“ haben.
  • CPC („cost per click“) zu allgemein. Unterschiedliche Keywords bringen unterschiedliche Ergebnisse, daher regulieren Sie, wieviel ein Klick auf welches Keyword kosten darf.
  • Conversiontracking fehlt. Diese Kontrolle der Umwandlungsrate („conversiontracking“) verzeichnet, wie viele Besucher einer Website zu realen Anfragern werden. Besonders wichtig, wenn Sie viel mehr Besucher Ihrer Webseite als echte Anfragen haben.
  • Google Adwords als Selbstläufer betrachtet. „Ich gebe im Monat Betrag xy aus und dafür habe ich einen Umsatz von xy“. Das klingt super, leitet aber eine Gefährdung Ihrer Ergebnisse ein, falls Sie nicht ständig überwachen (lassen), wo Sie was optimieren können. 

10 Konsequenzen für Ihre Kampagnen[1]:

Hieraus folgt für Sie, falls Sie sich zu einer AdWords-Kampagne entscheiden sollten, der unbedingte Rat, Ihr Angebot und dessen Interessenten besonders in einer bezahlten Anzeige engstens zu fokussieren.

Keine Angst, dass dann nicht „alle“ Sucher drauf klicken. Mit „allen“ können Sie eh nichts anfangen. Weitere Tipps:

 

  • Ziel

Wer genau ist Ihr zukünftiger Mandant? Ist er im Internet aktiv? Welche Suchwörter und Wortkombinationen gibt er ein, um Ihre Leistung zu finden, ohne Sie zu kennen? Die Antworten darauf müssen Sie präzise wissen, bevor Sie überhaupt daran denken, für eine online Kampagne zu bezahlen. Interessant: Exakt dieselben Fragen machen nicht bezahlte Online-Kampagnen effektiv.

 

  • Mandantenperspektive

Glauben Sie dem Mandantenbedarf. Es ist irrelevant, was Sie über den Mandantenbedarf denken, es sei denn, der Mandant denkt genauso.

Sucher, die schon entschieden haben, dass sie rechtliche Hilfe benötigen, geben gewöhnlich die Long-Tail-Suche[2] ein, Sucher, die sich „nur mal so“ informieren möchten, geben das Keyword (+ evtl. Ort, Rechtsanwalt, Fachanwalt) ein. Einzelbegriffe sind teurer und bringen weniger reale Anfragen.

 

Entwickeln Sie Keywords, Wortgruppen und Synonyme für Hauptkeywords nach dem Bedarf bzw. Suchbegriff, den der Zielmandant in die Suchmaschine eingeben wird. Gefährlich: Anwälte neigen leider dazu anzugeben, was sie alles haben („Wir machen Arbeitsrecht auf Unternehmerseite“) und nicht, was der Nutzer konkret davon hat („Wir begleiten Sie zu Sozialplanverhandlungen mit Ihrem Betriebsrat“).

Fassen Sie also Wörter und Wortgruppen in kleineren Anzeigengruppen zusammen. So entsteht eine Anzeigengruppe Werbung z.B. für das Thema „Arbeitsrecht in Sigmaringen“.

Der Nutzer will schließlich seine Suchbegriffe in der Anzeige wiederfinden.

Kontrollieren und optimieren lassen sich Keywords auch dadurch, dass Google die Suchanfrage des Nutzers in der Anzeige fett hervorhebt. So können Sie sehen, welche Ihrer Keywords besonders attraktiv in einem bestimmten Zeitraum gewesen sind.

 

  • Keywords ausschließen

Wenn Sie als Werber für „Familienrecht Solingen, spezialisiert auf Unterhaltsberechnungen und Versorgungsausgleich“ auftreten möchten, schließen Sie zunächst Suchwörter wie “kostenlos, gratis, unverbindlich,“ aus. Weiter können Sie nach Belieben einschränken, je nach Ziel: „Anfrage, telefonisch, Anleitung, Checkliste“. Niemand, der diese Wörter eingibt, findet Sie dann.

 

  • Platzierung

„Content is king“ – auch hier. Geklickt wird auf den passenden Inhalt, nicht unbedingt auf den ersten Treffer. Umso wichtiger: Möglichst viele spezifizierende Wörter direkt in den sichtbaren Teil der Anzeige packen. Ein Platz unter den ersten 4 Positionen ist völlig ausreichend.

 

  • Lokale Begrenzung

Richten Sie Ihre Werbung auf bestimmte Regionen aus. Das ist z.B. für kleine Kanzleien mit einem Akquiseradius bis 40 km interessant. Diese Zahl entsteht, weil ein Mandant mit einem Fall in einem der klassischen Prozessfächer (z.B. Miet-, Familien-, Arbeits-, Straf-, Arbeits- und privates Baurecht) nachgewiesenermaßen bis zu 40 km fährt, um seinen Anwalt zu besuchen.

 

  • Lokale Begrenzung

Das ist auch für bundesweit akquirierende Boutiquen eine Option, wenn diese einen ursprünglichen regionalen Schwerpunkt aufrechterhalten möchten. Beispiel: Die inzwischen bundesweit (mit Webakte) agierenden Fachanwälte für Medizinrecht Beyerlin[4] (www.fachanwaeltemedizinrecht.de) hatten jahrelang eine Allrounderkanzlei in ihrer Region um Ravensburg. Sie halten nun ihre Vertrauensstellung dort mit Hilfe einer AdWords-Kampagne und acht regionalen landingpages im Medizinrecht. Besonders viele Mandanten im Patientenrecht kommen nun aus der Region zu ihnen.

 

  • Landingpage

Ihr Internetauftritt wird nicht in Google gelistet; Sie wollen ihn trotzdem nicht sofort komplett ändern und / oder keine kostspielige SEO einleiten? Kreieren Sie eine Landingpage[5] als Grundlage für Ihre AdWords-Kampagne.

Das ist wie eine neue Garage zu Ihrem alten Haus: Sie sieht aus wie Ihre Webseite, hat Ihr Logo, wenig Inhalt, keine links, eine dominant sichtbare Telefonnummer, Ihre Auszeichnungen, Fachanwaltstitel, Berufserfahrung, Ort, Kontaktformular (durch das Sie neue Adressen von Interessenten gewinnen) sowie insbesondere einen „call-to-action“ Knopf, und der führt direkt zu dem beworbenen Produkt, einem Aufsatz, einem Festpreisangebot oder einer Vortragsreihe.

 

  • Qualität:

Der „AdWords Qualitätsfaktor[6]“ legt Mindestgebote fest, unterhalb derer eine Seite gar nicht angezeigt wird. Statt also wahnsinnig viel Geld aufzubringen, um ein Keyword (wieder) ins Rennen zu bringen, erhöhen Sie lieber die Qualität der Anzeige durch Maßnahmen, von denen ich hier nur eine aufzähle:

Bringen Sie auf die Landingpage exakt dasselbe Versprechen, dasselbe Produkt, dieselbe Vortragsreihe oder denselben Aufsatz wie in der Anzeige beworben wird. Das ist dies ein Qualitätssignal.

 

  • Titel

Geben Sie den Titel Ihrer Kampagne in geschwungene Klammern ein: {Keyword: Kündigung Sigmaringen}.

Sobald jetzt jemand mit nur einem Ihrer Keywords sucht und beispielsweise “Arbeitsrecht Sigmaringen” eingibt, erscheint als blauer Titel der Anzeige in fetter Schrift “Arbeitsrecht Sigmaringen”.

Diese Wiedererkennung des eingegebenen Keywords mit der Anzeige wirkt für den Nutzer extrem interessant.

 

 

 

 

 

 

 

[1] „10 Tipps“ inspiriert durch und teilweise übernommen aus: http://www.mecksite.de/online-marketing/10-google-adwords-tipps.html

[2] long-tail-Suche = Suche in Wortkombinationen, ganzen Sätzen, Fragen und Synonymen des Hauptkeywords, mehr dazu Seite XXXX

[3] viel mehr zu Keywords auf der Seite XXX

[4] vgl. Sie bitte auch das „best practice“ Beispiel dieser Kanzlei über die Akquisewirkung des Glossars auf Seite xxxx

[5] mehr zu „landingpage“ auf Seite XXX

[6] Genaue und komplexe Ausführungen zum AdWords Qualitätsfaktor entnehmen Sie bitte http://www.sem-deutschland.de/adwords-qualitaetsfaktor-auswirkung/

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36 Jahre Anwaltstraining und Kanzleimarketing. Genießen Sie Neues, Anregendes und Lernbares aus dem Anwaltsalltag.

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Johanna Busmann, Hamburg
36 Jahre Anwaltstraining, Strategieberatung und Kanzleicoaching

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