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Ein Mandantenseminar ist kein Vortrag.

Diese Aufteilung zwischen Seminar und Vortrag ist Anwälten eher fremd; sie verwenden die Begriffe gern synonym.
In Seminaren wird Können (das „Wie“) vermittelt, in Vorträgen Wissen (das „Was“).
Können wird in Seminaren vielfach, manchmal jahrelang, geübt.

the green blog 42

Ein gutes Seminar bewirkt neues Können; ein guter Votrag bewirkt neues Wissen.

Anders als in einem monologischen Vortrag (der Redner spricht, alle hören zu) geht es in einem Seminar also dialogisch zu: Der Seminarleiter / Dozent / Lehrer / Trainer konzipiert und führt, Teilnehmer lernen Neues, üben, präsentieren und geben sich Feedback.

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Warum soll ich Seminare nicht mit Vorträgen verwechseln? Weil es sich lohnt.

Typisch für Seminare:

  • In Seminaren lernen die Teilnehmer also das „Wie“, in Vorträgen hören die Besucher das „Was“.
  • In Seminaren wird Wissen vermittelt, das im Alltag sofort oder später umsetzbar sein soll.
  • Seminare sind länger als Vorträge, manchmal einen ganzen Tag oder sogar zwei. Seminare gibt es manchmal mit mehreren Referenten und aufeinander aufbauenden Modulen in dreitägiger Kongressform.
  • Seminare haben oft eine begrenzte Teilnehmerzahl und sind oft sehr viel teurer als Vorträge.

Beispiele für dialogische Lernveranstaltungen

Anwälte schulen Rechtslaien wie Betriebsräte, Zahnärzte, Versicherer, Unternehmer, Behörden, Kommunen etc. im Umgang mit Rechtsmaterie.
Dazu begeben sie sich meistens in das Haus der Lerner.
Gute dialogische Lernveranstaltungen erreichen, dass das Publikum

  • einen langfristigen Lerneffekt erzielt
  • zum Multiplikator anwaltlicher Leistungen wird

Der Lehrervortrag ist ein Monolog.

Innerhalb eines Seminars dient der Monolog der reinen Wissensvermittlung. Können wird dadurch nicht erreicht.
Wer jemals Fachanwaltskurse geleitet hat, kennt den Unterschied genau. Dort unterrichten anwaltliche Referenten, manchmal in „Methodik und Didaktik von Fachseminaren“ trainiert,[1] ihre eigenen Kollegen in Besonderheiten ihres Fachgebiets.

Der Monolog ist nur eine von etwa 20 Methoden während eines Seminars

Wer als Seminarleiter den ganzen Tag nur die Vortragsform wählt, ist abends urlaubsreif. Natürlich sind auch die Zuhörer durch solche falsche Methodenwahl gequält; sie werden suboptimal berieselt.

  1. Woran erkennen Sie gute Seminarleiter?

Gute Seminarleiter didaktisieren und methodisieren, sobald jemand etwas lernen soll. Didaktik ist die Lehre von der Zubereitung eines Lernstoffs für ein bestimmtes Publikum (also: das „Wie wird gelernt?“), Methodik ist dessen Transportmittel (also: das „Wie wird behalten?“).

Aufgaben eines Seminarleiters / Checkliste

Damit Akquise durch Seminare gelingt, müssen Details in Vorbereitung, Ablauf und Präsentation stimmen. Bitte testen und optimieren Sie sich selbst mit Hilfe dieser Checkliste. Die Aufgaben eines Seminarleiters sind:

Vorbereitung

  • Technische und organisatorische Details geprüft?
  • Publikum bekannt? Fachleute? Anfänger? Zukünftige Kunden?
  • Sitzordnung U-Form?[4] Namensschilder? Flipchart? Filzstifte?
  • Skripte und Übungen bedarfsgerecht / verständlich?
  • Material gesplittet? Teil im Vortrag, Teil in Übungen, Teil nur im Skript?
  • Teilnehmerliste aktuell? Umgang mit ihr klar? Verteilen?
  • Informationsmaterial der Kanzlei dabei? Vortragsliste?
  • (Tisch-) Namensschilder sichtbar und groß genug?
  • Be­ginn pünkt­li­ch? Gesamtseminarzeit angesagt + einhalten?
  • Pausenzeiten visualisiert und eingehalten?

Einstieg

  • Aus­rei­chend Pau­sen gemacht? Auf die Sekunde pünktlich begonnen?
  • Für Auf­locke­rung gesorgt?
  • Mit Beispiel, Metapher oder Erlebnis begonnen?
  • Nutzen der Zuhörer bekannt gegeben?
  • Teil­neh­mer mit Na­men angesprochen?
  • Teilnehmer nach ih­ren Er­fah­run­gen und Wünschen gefragt?

Übungen

  • Wichtige Teile des Inhalts werden geübt.
  • Leiter bildet dazu Lerngruppen mir sehr kurzen Übungssequenzen
  • Noch kürzer die Ergebnispräsentation
  • Details dazu in

Visualisierung

  • Vi­suel­le Hilfs­mit­tel klug eingesetzt? (Bild stützt das Wort)
  • Tech­ni­ken der Auf­merk­sam­keits­stei­ge­rung verwendet?
  • Zwi­schen­durch zu­sam­men gefasst?

Umgang mit „Störungen“

  • Bei­trä­ge verschoben / auf alle verteilt / moderiert / direkt beantwortet?
  • „Stö­run­gen“ genutzt für eigene Positionierung?
  • Je­der konnte störungsfrei aus­re­den und zu­hören?
  • Auf­kom­men­de Di­skus­sion genutzt / kanalisiert / rechtzeitig beendet?
  • Am Schluss wei­te­re Fra­gen und feed-back eingefordert?
  • Bei al­len bedankt? / Aufnahme in Interessentenkartei angeboten?

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